Geschichte
40 Jahre ÖTI im Jahre 2007
Das ÖTI wurde 1967 als Österreichisches Teppich-Forschungsinstitut auf Initiative der damals noch zahlreichen österreichischen Teppichhersteller gegründet. Zielsetzung des Vereins war der Betrieb eines autorisierten unabhängigen Prüf- und Forschungslaboratoriums. Der erste Standort des Institutes lag in Mödling. Die Leitung übernahm als Konsulent der Lehrer und Mitarbeiter der Versuchsanstalt der HTL Wien V, Prof. Dipl.Ing. Wilhelm Herzog.
Bereits 1970 musste aus Kapazitätsgründen eine Dependance genutzt werden und es wurde mit Bauplanungen in Mödling begonnen. Zwischenzeitlich ging das Bestreben des damaligen Direktors der Höheren Technischen Lehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie Wien V und seiner vorgesetzten Behörde dahin, an der HTL ein textiles Forschungs-, Ausbildungs- und Prüfzentrum zu schaffen. Dieses sollte aus der Schule, der Versuchsanstalt, dem ÖTI und dem mit der Wirtschaftsuniversität verbundenen Österreichischen Faserforschungsinstitut bestehen. Es kam zu einer Kooperationsvereinbarung auf Grund derer Planung, Adaptierung und schlussendlich 1974 ein Umzug in den 5. Wiener Gemeindebezirk erfolgte. Im gleichen Jahr zog das Österreichische Faserforschungsinstitut unter der Leitung von Dr. Lebensaft ein.
1978 übernahm das ÖTI dieses Institut und fusionierte zum Österreichischen Textil-Forschungsinstitut. Nunmehr lag das Aufgabengebiet in einer Betreuung des gesamten textilen Produktionssektors mit Prüfungen und F&E-Dienstleistungen.
Das ÖTI durchlebte in den Folgejahren eine stetig positive Entwicklung mit regelmäßiger Steigerung der Mitarbeiterzahlen, der Umsätze, der Kundenzahlen und des Anteils an internationalen Auftraggebern. Mit der Verringerung der Zahl an Produktionsunternehmen in jedem einzelnen Produktionssegment sank auch die Bedeutung multilateraler Forschung und Begutachtung und Prüfung gewannen an Bedeutung. Bekannt war das Institut aber auch immer durch die Entwicklung neuer Prüfverfahren und Prüfgeräte, die auch in Kleinserien produziert und vertrieben werden konnten.
Etwa 1987 begegneten Hersteller der Sensibilisierung durch die Medienberichterstattung mit aktivem Interesse an ökologischen und gesundheitlichen Eigenschaften ihrer Produkte. Durch Entwicklung eines Beurteilungsschemas - des ÖTN 100 - konnte ein unabhängiger Nachweis dieser Eigenschaften erbracht werden. Diese Schwerpunktsetzung auf humanökologische und analytische Fragestellungen verstärkte den Kompetenzumfang des ÖTI und die Internationalisierung seiner Aktivitäten im 20. Jahr seines Bestehens.
Entsprechend wurde 5 Jahre später gemeinsam mit den Hohensteiner Instituten die Internationale Gemeinschaft Öko-Tex und der Öko-Tex Standard 100 aus der Taufe gehoben und zu einer nunmehr 20-jährigen Erfolgsgeschichte geführt.
Eine wesentliche Veränderung im Selbstverständnis des Institutes erfolgte zu Beginn der Neunziger Jahre durch die Entscheidung als eines der ersten österreichischen Laboratorien überhaupt eine Akkreditierung nach dem neuen Akkreditierungsgesetz und nach EN45001 zu erzielen. War es für das ÖTI schon immer selbstverständlich, höchste Qualitätsanforderungen an seine Leistungen zu erfüllen, so sollte dies durch ein Qualitätsmanagementsystem verbessert und durch eine Akkreditierung dokumentiert werden.
1995 übergab Prof. Herzog die Leitung des Instituts an den Leiter des Labors Analytik Dr. Erich Zippel, der seither mit der Geschäftsführung beauftragt ist.
Im Laufe der Neunziger-Jahre verbreiterte das ÖTI sein Kompetenzgebiet in viele angrenzende Gebiete. Es beschäftigte sich erfolgreich mit Spielzeug- und Schnullerprüfungen und entwickelte sich vom reinen Teppichprüfungsinstitut zu einem Zentrum der Kompetenz für alle Agenden der Fußbodentechnik. Entsprechend ist das ÖTI heute das Institut mit der größten textilen Bandbreite der Leistungen. Inhaltlich verstand sich das ÖTI dabei als modernes Dienstleistungsunternehmen mit internationalem Aufgabengebiet, das seinen Kunden ein möglichst umfassendes Leistungs- und Betreuungsspektrum anbietet.
Das Logo "ÖTI" wurde 1998 als Slogan und Kompetenzanspruch neu definiert und stand seither für Ökologie, Technik und Innovation. 2007 wurde dies mit einer umfassenden Überarbeitung seiner Vereinsstatuten auch der neue Name: ÖTI – Institut für Ökologie, Technik und Innovation.
In diesem Jahr erfolgte auch ein wesentlicher, weiterer Ausbauschritt im internationalen Engagement des ÖTI durch die Gründung eines Filialunternehmens in Kairo, einem zentralen Anlaufpunkt der
Euro-Med-Region.
Nach langen Anlaufphasen in der bewährten Kooperation mit der HTL wurden alle planerischen Weichen für einen Laboratoriumsneubau im Zuge der Generalsanierung des Standorts Spengergasse gestellt.
2009 erfolgt die Umfirmierung zu "ÖTI - Institut für Ökologie, Technik und Innovation GmbH".
2010 Gründungen von weiteren Filialunternehmen in Guatemala, Honduras, Marokko, Philippinen und den Arabischen Emiraten.
